Getrocknete Rosen - Einleitung

 

Auch ich, der ich mich immer für besonders vorsichtig und bedacht gehalten habe, war eines Tages nicht mehr davor gefeit, einem Menschen zu begegnen, der mich in einen Strudel aus Liebe und Leidenschaft, Angst und Schmerz, Abenteuer und Lust, Wut und Verdruss ziehen konnte. Ich war in dieser Zeit nicht immer Herr meiner Selbst, habe mich auf dem schmalen Grat zwischen Vernunft und Selbstaufgabe bewegt, wäre beinahe abgestürzt und konnte mich zum Glück in letzter Minute noch an das klammern, was mir lieb war:  Das war in diesem Fall ich selbst.

Aber ich bereue nichts. Wie könnte ich auch! Dieser Mensch ermöglichte mir, ein Neuland zu betreten, das ich bis dahin noch nicht einmal erahnen konnte. Ich lernte mich selbst kennen, meine verborgenen Gefühle, meine Lust am Abenteuer, die Gier  nach dem Unbekannten und eine Hoffnung, die nur das Gefühl der Liebe erzeugen kann.

Was ich damals erlebt hatte, musste ich einfach aufschreiben. Ein guter Freund riet mir, Tagebuch zu führen. Das tat ich dann auch. Am Anfang musste ich mich stark zurückerinnern, aber später fiel es mir leichter und ich konnte dann alles eins zu eins niederschreiben. Es fiel mir sehr schwer, aber es half mir, die Beziehung zu verarbeiten.

Auf den folgenden Seiten schildere ich diese Begegnung mit all ihren Höhen und Tiefen, die so prägend für das Zusammensein waren.

Es war schon lange mein Wunsch, diese für mich einschneidenden Erlebnisse zu veröffentlichen und ich hoffe, dass Leser oder Betroffene in ähnlichen Lebenssituationen aus meinen Erfahrungen Kraft und Mut schöpfen können.

 

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